Fotografen Alltag – So sieht der Job wirklich aus

Viele denken, Fotografen verbringen den Tag nur mit perfekten Shootings, stylischen Models und Reisen. Die Wahrheit sieht anders aus: Zwischen Kameraeinstellungen, Kundenterminen und Nachbearbeitung bleibt wenig Zeit für Klischees. Der Alltag ist abwechslungsreich, aber auch oft stressig – und genau das macht ihn spannend.

Es geht morgens oft schon los mit dem Check der Kameraausrüstung. Hast du alles dabei? Akkus geladen, Speicherkarten geleert, Objektive sauber? Wer hier schludert, bringt womöglich das ganze Shooting in Gefahr. Ein typischer Tag fordert Multitasking: kurze Abstimmungen mit Kunden, Locations suchen und manchmal sogar das Wetter im Auge behalten. Regen? Dann heißt es schnell umplanen.

Der eigentliche „Wow-Moment” – das Fotografieren selbst – dauert meist am wenigsten. Viel mehr Zeit kostet die Vorbereitung und vor allem die Nachbearbeitung. Am Bildschirm werden Bilder ausgewählt, Farblooks getestet und kleine Makel entfernt. Manche Fotos brauchen Stunden Feinarbeit, bevor du sie dem Kunden schickst. Ein gutes Auge hilft, doch Geduld ist hier wirklich Trumpf.

Wusstest du, dass viele Profis parallel an mehreren Projekten arbeiten? Gerade für Einsteiger ist das eine Herausforderung: Während du das Fotoshooting für eine Hochzeit vorbereitest, wartet schon die Modekollektion eines Start-ups auf Bilder. Da heißt es: clever planen, Prioritäten setzen und sich nicht verzetteln.

Technik ist für viele Fotografen mehr als nur ein Werkzeug. Bei der Kamerawahl herrscht oft Canon gegen Nikon – beide Systeme haben ihre Fans, Unterschiede gibt es vor allem bei Bedienung, Farben und verfügbarer Technik. Viele Profis schwören auf Canon, weil die Haptik stimmt und der Workflow einfach passt. Am Ende zählt, dass die Kamera zu dir passt – nicht zu den Trends.

Geldverdienen bleibt für viele ein kritischer Punkt. Regelmäßige Aufträge kommen meist nicht von allein. Du musst als Fotograf sichtbar werden – über Social Media, gute Netzwerke und überzeugende Referenzen. Gerade am Anfang ist ein starkes Portfolio Gold wert. Viele fangen mit Gratis-Projekten oder kleinen Jobs an, um sich einen Namen zu machen.

Selbstorganisation ist alles: Rechnungen schreiben, Mails beantworten, Termine koordinieren – das kennt jeder Fotograf. Wer glaubt, nach Feierabend ist Ruhe, täuscht sich. Abends werden oft noch Bildauswahlen getroffen oder Kundenanfragen geklärt. Freizeit? Gibt’s, aber manchmal selten.

Und trotzdem: Der Moment, wenn ein Kunde nach Monaten sein Fotoalbum aufschlägt und begeistert ist – das entschädigt für jede Überstunde. Wer als Fotograf durchstarten will, braucht Talent, Willen und vor allem Lust auf echte Geschichten. Es ist ein Beruf voller Begegnungen und Abenteuer, aber auch mit klaren Herausforderungen. Traust du dich, den Alltag auszuprobieren?

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