Direkt gefragt: Wie viel Honorar kannst du als Fotograf verlangen? Wer mit Fotografie Geld verdienen will, muss Preise kennen. Pauschale Antworten bringen nichts. Das Honorar hängt stark davon ab, welchen Bereich du wählst: Portraitsshooting, Hochzeiten, Werbung, Mode? Ein Modefotograf bei einem großen Magazin wie der Vogue hat andere Sätze als ein lokaler Familienfotograf. Typische Einsteiger-Honorare starten oft schon ab 50 Euro für kleine Shootings, während Profis für Kampagnen mehrere Tausend Euro verlangen können.
Lohn und Gehalt werden oft verwechselt. Als freier Fotograf stellst du eigene Rechnungen, eine Festanstellung gibt’s nur selten – etwa bei Studios oder Medien. Selbstständige legen ihre Preise selbst fest. Wer zu niedrige Honorare verlangt, bleibt nicht lange im Geschäft. Zu teuer schreckt ab. Genau deshalb ist es clever, das Honorar an Erfahrung, Aufwand, Technik und die jeweiligen Kunden anzupassen.
Was ist üblich? In vielen Fällen rechnen Fotografen pro Stunde ab – zwischen 80 und 250 Euro sind keine Seltenheit. Für Event- oder Hochzeitsfotografie können Tagespauschalen von 800 bis 3.000 Euro anfallen, je nach Bekanntheit, Region und Umfang. Für Produkt- und Werbeshootings werden oft Tagessätze vereinbart, manchmal plus Nutzungsrechte und Nachbearbeitung extra. Wichtig: Kalkuliere immer deine Ausgaben sauber mit ein – Kamera, Software, Versicherung, Nachbearbeitung, Fahrtkosten. Am Ende soll was übrig bleiben und nicht alles im Equipment stecken.
Bist du noch am Anfang? Dann hilft es, sich im Freundes- und Bekanntenkreis umzuhören – Transparenz schadet nicht. Plattformen wie fotografenportal.de oder Fotografen-Foren zeigen oft reale Preisbeispiele für verschiedene Dienstleistungen. Die Faustregel: Sei selbstbewusst, verkaufe nicht unter Wert. Wer immer gratis oder für Freundschaftspreise arbeitet, bekommt später schwer mehr bezahlt. Trau dich, deinen Preis klar zu kommunizieren und erkläre, was alles darin steckt. Ein gutes Angebot entsteht nicht, indem du billig bist, sondern indem du fair und zuverlässig lieferst.
Auftragslage und regionale Unterschiede spielen auch eine riesige Rolle. In Großstädten zahlen Kunden mehr als auf dem Land. Bei Modestrecken, Musik-Events oder Promi-Shootings kann das Honorar plötzlich explodieren. Gerade im Fashion- oder Werbebereich sind Verhandlungen völlig normal. Als Tipp: Du kannst für Nutzungsrechte, Nachbearbeitung und spezielle Anfragen Aufschläge berechnen – das macht oft den Unterschied zwischen Standardjob und Top-Verdienst. Und wer clever netzwerkt, bekommt meist Folgeaufträge.
Falls du denkst, alle anderen seien weiter oder verdienen viel leichter Geld: Viele Fotografen kalkulieren zu niedrig oder vergessen etliche Nebenkosten. Und das Online-Portfolio ist oft maßgeblich für deine Chancen auf höhere Honorare. Zeig deine besten Arbeiten, leg Wert auf Qualität statt Quantität. Wenn Kunden deinen Stil mögen, zahlen sie auch deinen Preis.
Möchtest du Erfahrungen mit anderen teilen? Dann beteilige dich an Fotografie-Communities – hier werden Ehrlichkeit und Transparenz oft mehr geschätzt als der schöne Schein. So findest du deinen Weg zu einem fairen Honorar, das dich wirklich weiterbringt.
In diesem Artikel erfahren Sie, auf welchen Wegen Fotografen ihr Geld verdienen und wie die Bezahlungsstrukturen in diesem kreativen Beruf aussehen. Wir tauchen in verschiedene Bezahlmodelle ein, betrachten die Bedeutung von Auftragsarbeit, Lizenzierung, Fotowettbewerben und Nebeneinkünften. Auch gebe ich Tipps, wie man als Fotograf effektiv Preise verhandeln kann und wann bar zu klingender Münze Abzüge hinzunehmen sind.
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