Wie setzt man als Fotograf eigentlich ein faires Honorar an? Fakt ist: Viele unterschätzen sich oder wissen gar nicht, was auf dem Markt üblich ist. Hier bekommst du die echten Fakten — von Einstiegsjobs bis zu Spitzenverdiensten.
Einsteiger starten oft irgendwo zwischen 40 und 80 Euro pro Stunde. Klingt erstmal nicht schlecht, doch hiervon gehen noch Steuern, Krankenversicherung, Technik und Nachbearbeitung ab. Und ja, auch mal Leerlaufzeiten ohne Auftrag. Wenn du zum Beispiel ein Portraitshooting anbietest, solltest du den Zeitaufwand für Planung, Anfahrt, Shooting und Nachbearbeitung ehrlich kalkulieren. Sonst bleibt zu wenig übrig.
Professionelle Fotografen, die sich auf Hochzeiten, Business-Shootings oder Mode spezialisiert haben, verlangen schnell 120 bis 250 Euro die Stunde. Große Werbekampagnen oder Editorials? Hier sind sogar Tageshonorare von 800 bis 2.000 Euro drin. Entscheidend ist aber nicht nur die Zeit vor Ort: Bildrechte, Exklusivität und die spätere Nutzung der Fotos spielen beim Preis eine riesige Rolle. Wenn ein Bild auf einer Werbetafel landet oder groß in der Vogue zu sehen ist, rechnest du mit deutlich mehr.
Viele träumen vom schnellen Geld, doch realistisch betrachtet ist das Einkommen schwankend. In der Hochsaison – Mai bis Oktober – können Hochzeitsfotografen richtig gut verdienen. Im Winter, wenn weniger Aufträge reinkommen, hilft entweder ein zweites Standbein oder clevere Planung im Voraus. Auch der Social Media Bereich wird wichtiger: Einige Influencer buchen regelmäßig Profis für ihren Content und sind bereit, für Qualität zu zahlen. Wer verschiedene Einnahmequellen kombiniert, fährt am besten.
Und dann das leidige Thema: Wie gehst du mit Preisverhandlungen um? Druck nach unten ist immer da. Leute vergleichen dich mit Stockbildern oder Hobby-Freunden. Mein Tipp: Mach deine Leistung sichtbar. Zeige auf Webseiten wie momentistudio.de konkrete Vorher-Nachher-Bilder, schreib Erfahrungsberichte und versuche dich auf ein Spezialgebiet zu konzentrieren. Das zieht Kunden an, die bereit sind, deine Preise zu zahlen.
Vielleicht fragst du dich: Wird man als Fotograf überhaupt reich? Ehrliche Antwort: Nur wenige. Das meiste Geld steckt in Nischen wie Mode, Werbung oder Industrie – nicht in Passbildern oder dem 100. Familienshooting. Aber mit guten Kontakten, klarem Stil und cleverem Auftreten kann man sich ein stabiles Einkommen sichern. Wer von Anfang an sein Pricing nicht verschenkt, tut sich später leichter.
Neugierig, was einzelne Spezialgebiete wie Mode- oder Hochzeitsfotografie einbringen? Und willst du wissen, wie du am besten startest? Stöber weiter durch unsere Artikel oder check die Gehaltsvergleiche. Hier findest du ehrliche Infos, die dir richtig helfen.
Die Bestimmung der richtigen Preisstrategie für Fotos ist eine Herausforderung, die viele Fotografen bewältigen müssen. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über Faktoren, die man bei der Preisgestaltung berücksichtigen sollte, und bietet Einblicke in verschiedene Preismodelle. Durch konkrete Beispiele und Tipps kann der Leser eine für sich und seine Zielgruppe passende Preispolitik entwickeln.
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