Was nennt man eine Person, die Fotografie liebt? Die verschiedenen Begriffe erklärt

Fotografie ist mehr als nur ein Hobby - sie ist eine Leidenschaft für viele Menschen. Doch was nennt man eigentlich eine Person, die Fotografie liebt? Die Antwort ist nicht so einfach, denn es gibt verschiedene Begriffe, je nachdem, wie intensiv sich jemand mit der Kamera beschäftigt. Hier erfahren Sie, welche Begriffe es gibt und wie sie sich unterscheiden.

Der Begriff "Fotograf"

Der Begriff Fotograf ist die am häufigsten verwendete Bezeichnung für eine Person, die Fotos macht. Er stammt aus dem Griechischen: "phōtós" (Licht) und "gráphō" (schreiben). Ein Fotograf ist also jemand, der mit Licht schreibt - also Bilder aufnimmt. In der Praxis wird dieser Begriff sowohl für professionelle Bildschaffende als auch für engagierte Hobbyfotografen verwendet. Allerdings gibt es nuancen: Wenn jemand seine Fotos verkauft oder als Hauptberuf arbeitet, spricht man meist von einem Profifotografen. Aber auch Amateure nennen sich oft einfach Fotografen.

Hobbyfotograf: Die Leidenschaft als Hobby

Ein Hobbyfotograf ist jemand, der Fotografie aus reiner Freude betreibt, ohne dabei Geld zu verdienen. Dieser Begriff betont, dass die Fotografie kein Beruf ist, sondern eine Freizeitbeschäftigung. Viele Hobbyfotografen investieren viel Zeit in das Lernen von Techniken, der Umgang mit Kameras und die Bildbearbeitung. Sie veröffentlichen ihre Werke oft in sozialen Medien oder auf privaten Ausstellungen. Ein Hobbyfotograf kann genauso talentiert sein wie ein Profi - der Unterschied liegt im finanziellen Aspekt. In Deutschland gibt es schätzungsweise über eine Million Hobbyfotografen, die regelmäßig mit Kameras unterwegs sind.

Hobbyfotograf fotografiert Blumen in Park mit DSLR

Profifotograf vs. Amateurfotograf: Was ist der Unterschied?

Der Begriff "Profifotograf" bezeichnet jemanden, der Fotografie als Hauptberuf ausübt. Das bedeutet, dass er oder sie mit Fotos Geld verdient, sei es durch Portraitfotos, Werbung, Reportagen oder Kunst. Profis haben meist eine Ausbildung oder Studium in Fotografie und nutzen professionelle Ausrüstung. Der Begriff "Amateurfotograf" wird dagegen oft missverstanden. Im Deutschen bedeutet "Amateur" nicht "ungeschickt", sondern einfach "nicht professionell". Ein Amateurfotograf ist jemand, der Fotografie als Hobby betreibt, aber durchaus hohe Qualitätsansprüche hat. Der Unterschied zwischen Profi und Amateur liegt also nicht in der Qualität, sondern in der finanziellen Abhängigkeit von der Fotografie.

Andere Begriffe: Bildermacher und mehr

Es gibt noch weitere Begriffe, die manchmal verwendet werden. "Bildermacher" ist eine informelle Bezeichnung, die vor allem in der Umgangssprache genutzt wird. Es klingt etwas umgangssprachlich, aber wird selten in offiziellen Kontexten verwendet. Ein "Kunstfotograf" hingegen beschreibt Fotografen, die ihre Bilder als Kunstwerke betrachten und oft in Galerien ausstellen. Dieser Begriff betont den künstlerischen Aspekt der Fotografie. Manchmal wird auch "Fotografie-Enthusiast" verwendet - das ist eine direkte Übersetzung des englischen Begriffs "photography enthusiast". Dieser Begriff ist in Deutschland allerdings nicht sehr geläufig; stattdessen sagt man eher "Hobbyfotograf".

Kunstfotograf vor Ausstellung in Galerie

Vergleich der Begriffe

Vergleich der Begriffe für Fotografie-Enthusiasten
Begriff Beschreibung Typische Anwendung
Fotograf Allgemeiner Begriff für Bildschaffende Profis und Amateure
Hobbyfotograf Fotografie als Freizeitaktivität Privat, soziale Medien
Profifotograf Fotografie als Hauptberuf Werbung, Porträts, Reportagen
Amateurfotograf Nicht professionell, aber qualitativ hochwertig Kunstprojekte, Wettbewerbe
Bildermacher Umgangssprachlich, informell Lockerer Umgang, keine offizielle Verwendung

Häufig gestellte Fragen

Kann man sich selbst als Fotograf bezeichnen, auch ohne professionelle Erfahrung?

Ja, das ist möglich. Der Begriff "Fotograf" wird oft allgemein verwendet, auch für Hobbyfotografen. Es gibt keine gesetzliche Regelung, die den Titel schützt. Allerdings wird der Begriff "Profifotograf" nur für diejenigen verwendet, die mit Fotografie ihren Lebensunterhalt verdienen.

Was ist der Unterschied zwischen Hobbyfotograf und Amateurfotograf?

In der Praxis gibt es kaum einen Unterschied. Beide Begriffe beschreiben Personen, die Fotografie nicht als Beruf ausüben. "Hobbyfotograf" betont die Freizeitaktivität, während "Amateurfotograf" manchmal als neutraler Fachbegriff verwendet wird. Im Deutschen ist "Amateur" nicht abwertend gemeint, sondern bedeutet einfach "nicht professionell".

Wird "Bildermacher" in der Fachwelt verwendet?

Nein, "Bildermacher" ist ein umgangssprachlicher Begriff und wird in professionellen Kontexten kaum verwendet. Er kommt eher in lockeren Gesprächen vor, etwa bei Freunden. In Fachartikeln oder Ausbildungsprogrammen findet man ihn nicht.

Gibt es einen speziellen Begriff für Kunstfotografie?

Ja, "Kunstfotograf" ist der Begriff für Fotografen, die ihre Arbeit als Kunst betrachten. Diese Fotografen konzentrieren sich auf kreative Ausdrucksformen und veröffentlichen oft in Galerien. Sie haben meist eine spezielle Ausbildung in Kunst oder Fotografie und arbeiten an thematischen Projekten.

Wie viele Menschen in Deutschland sind Hobbyfotografen?

Laut Schätzungen des Bundesverbands der Fotografen gibt es in Deutschland etwa 1,5 Millionen aktive Hobbyfotografen. Diese Zahl umfasst Personen, die regelmäßig mit Kameras fotografieren und ihre Bilder teilen oder bearbeiten. Viele davon nutzen moderne Smartphones oder digitale Spiegelreflexkameras.

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